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Pier One Düsseldorfer Hafen

Brückenschlag im Düsseldorfer Hafen

Mit dem Pier One entsteht ein spektakulärer Neubau im Düsseldorfer Hafen. Das Gebäude ruht auf 180 Pfählen über dem Wasser. Das Besondere, den Hafen nachhaltig Verändernde, sind die vier neuen, filigranen Brücken, die über das Pier One die Speditionsstraße, die Kesselstraße sowie die Weizenmühlenstraße direkt miteinander verbinden. Damit entsteht ein neues Wegenetz und ein neuer öffentlicher Raum auf dem Wasser – Sinnbild für die Transformation, die ein Teil dieses Areals in den vergangenen Jahrzehnten durchlaufen hat, und für die Verbindung der Hafenarme, die Verknüpfung von Wohnen und Freizeit, Hotels und Büros bis hin zu gewerblichen und industriellen Nutzungen. Konzept und Entwurf stammen von ingenhoven architects. Der Baubeginn ist für 2021 geplant.

Creating Connections

Städtebaulich bedeutet das Pier One die konsequente Weiterentwicklung des Düsseldorfer Hafens – eines Gebietes, das eng mit der Stadtentwicklung der Rheinmetropole verknüpft ist. 1886 wurde die erste Hafenanlage, eine der modernsten der damaligen Zeit, eröffnet und beschleunigte den Aufstieg Düsseldorfs zum bedeutenden Handels- und Industriestandort. 1906 ließ Georg Plange, Inhaber des damals größten Mühlenbetriebes in Europa, das prägnante, weithin sichtbare Gebäude seiner Diamantmehl-Weizenmühle errichten. Auf den Boom während des Wiederaufbaus in den 1950er-Jahren folgte, ausgelöst durch die Einführung der Containerschifffahrt, durch Kohle- und Stahlkrise, eine umfassende Umstrukturierung des Hafens. Ab Mitte der 1970er-Jahre wurden neben den Industriebetrieben zunehmend Büros und Gewerbe angesiedelt, ab 1990 der Medienhafen entwickelt.

Doch neue Nutzungen von Hafenarealen jenseits von Handel und Industrie machen langfristig auch eine neue Infrastruktur notwendig. Durch die langen Kais, an denen bisher die Schiffe anlegten, entstehen weite Wege vom Hafenbecken bis zur Spitze der Landzungen. Erst durch Brücken gelingt eine neue, kluge Wegeführung. Die Idee, die Landzungen im Düsseldorfer Hafen direkt zu verbinden, reicht zurück bis zur Ausstellung „Living Bridges“. Kuratiert vom Centre Pompidou Paris und der Royal Academy London, gastierte sie im Jahr 2000 im NRW-Forum in Düsseldorf und präsentierte bereits eine städtebauliche Vision von ingenhoven architects für den Handelshafen: ein Wegenetz aus schwimmenden Brücken und Stegen. Mit dem Pier One wird diese Idee jetzt konkret. Es entsteht ein neues Gebäude und zusammen mit den Brücken eine neue Infrastruktur. Wie schon der Kö-Bogen II im Zentrum von Düsseldorf ist dieses Projekt Ausdruck eines Paradigmenwechsels – wo es dort um die Überwindung der autogerechten Stadt zugunsten einer Fußgänger-Stadt für Alle geht, soll hier die Trennung überwunden und die Verbindung der Hafenarme, die Verknüpfung von Wohnen und Freizeit, Hotels und Büros bis hin zu gewerblichen und industriellen Nutzungen befördert werden.

Places for People

Der Pfahlbau Pier One richtet sich an der Dynamik der Halbinsel Kesselstraße aus. Die Architektur ist angelehnt an die Leichtigkeit typischer Pierbauten. Zwei fünfgeschossige Gebäudeteile mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss und ausladenden Dachterrassen erheben sich über einer Parkierungsebene und werden über ein Atrium miteinander verbunden. Gut 21.500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche bieten Raum für hochflexible Büros, Showrooms oder Hotel. Das Erdgeschoss lädt ein mit Cafés, Restaurants und außergewöhnlichen Perspektiven. Zusammen mit den beiden großzügigen öffentlichen Plätzen, im Osten mit Blick zur Stadt, im Süden zum Kesselpark, sowie den vier Brücken entsteht ein neuer öffentlicher Raum auf dem Wasser – ein neuer Ort für Düsseldorf.

 

Weitere Informationen: www.pierone-harbourproperties.com

  • Standort
  • Kesselstraße, Düsseldorfer Hafen, Deutschland
  • Gebaut
  • Bauzeit: Mitte 2021 – Ende 2024

    BGF: 21.500 m²

    Programm: Büro [flexibel - reversibel - Büro 4.0], Gastronomie, Hotel möglich