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Christoph Ingenhoven erhielt den Semperpreis 2019 der Sächsischen Akademie der Künste

Der prestigeträchtige Gottfried Semper Architekturpreis zeichnet eine deutsche Architektenpersönlichkeit für ihr Lebenswerk sowie für besondere Verdienste aus. Die Qualität der Architektur, die städtische Einbindung, klima- und ressourcenschonendes Bauen und ein flächenschonender Landschaftsbezug haben einen besonders hohen Stellenwert in der Beurteilung. Die Sächsische Akademie der Künste (SAdK) verleiht ihn alle zwei Jahre. Am 26.09.2019 wurde Christoph Ingenhoven an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden ausgezeichnet, wobei Professor Werner Sobek die Laudatio hielt. „Seit der Gründung seines Büros im Jahr 1985 als 25-jähriger Architekt verfolgt Ingenhoven mit seinem Werk stringent den Weg, klima-, ressourcen- und flächenschonende wie auch gleichsam schöne Gebäude entstehen zu lassen“, teilte die Jury mit.

Die Jury begründete ihre Wahl für Christoph Ingenhoven mit dem drei Jahrzehnte langen Einsatz Ingenhovens für eine ökologische, ressourcenschonende Architektur. Ressourcen werden gezielt ausgewählt und eingesetzt. Die stetig weitere Suche nach einer noch wirksameren Berücksichtigung ökologischer Aspekte im Gesamtkonzept in Verbindung mit dem demonstrativen Charakter der Bauten beeindruckt sicherlich, so die Jury. Es liege eine Gestaltungsauffassung zugrunde, welche das Bestreben nach Einfachkeit, Logik, Schlüssigkeit bei einem gleichzeitig hohen ästhetischen Anspruch ablesen lasse. Seine Projekte weisen außerdem einen weltweiten Aktionsradius auf, welches die Jury im Besonderen hervorhob.

Die erste Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, Anne Katrin Bohle übersandte eine Videobotschaft und sagte über den Preis und seinen aktuellen Träger: „Wir brauchen diese guten Beispiele und Initiativen wie diese, um alleine schon die öffentliche Wahrnehmung für verantwortungsbewusstes Planen und Bauen zu stärken und um Menschen, die querdenken, unbequem sind, immer den Blick nach vorne richten, so wie Christoph Ingenhoven, in ihrer Arbeit und bei den innovativen Projekten, die sie angehen, zu unterstützen.“

Der Präsident der Akademie, Holk Freytag, fasste die Bedeutung des Events geballt zusammen: „Der Semperpreis hat das richtungsweisende Profil, Architektenpersönlichkeiten zu ehren, deren Werk sich durch höchsten künstlerischen Anspruch, nachhaltiges Bauen im Sinne ressourcenschonender Umweltgestaltung und besondere Innovationskraft auszeichnet. Mit Christoph Ingenhoven haben wir einen Preisträger, der diesem Profil in überragender Weise entspricht.“

Professor Sobek ging in seiner Laudatio hauptsächlich auf die kollegiale aber auch freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen ihm und Christoph Ingenhoven ein und scheute dabei keineswegs Anekdoten. Des Weiteren wurde der Mensch-orientierte architektonische Ansatz betont. Auch seine Mut, mit ambitionierten Entwürfen an Wettbewerben teilzunehmen wurde von Professor Sobek besonders betont. Die Integration von einer baulichen Verspieltheit mit Transparenz wurde ausdrücklich gelobt. „Es ist Christoph Ingenhoven wie kaum einem anderen gelungen, seine architektonische Haltung konsequent zu entwickeln und sie räumlich (auch stadt-räumlich), materiell und technologisch so umzusetzen, dass gebaute Heimat in unverwechselbarer gestalterischer Handschrift entsteht. Gebaute Heimat, die den Menschen umschmeichelt und die ökologisch verantwortbar ist“, sagte Sobek. Nach Ablauf der Laudatio erfolgte ein kommunikativer Austausch im Oktogon.

Der Gottfried Semper Architekturpreis wurde nach dem 1879 verstorbenen, gleichnamigen Architekten benannt. Semper wurde bekannt durch Bauten im Neorenaissancestil und gilt als der Theoretiker hinter der Bekleidungstheorie und Mitbegründer der modernen Theaterarchitektur. Er hat in der Entstehung des Schweriner Schlosses, welches der aktuelle Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern bildet, mitgewirkt. Semper entwarf außerdem – unter anderem – die Semperoper in Dresden und das Burgtheater in Wien. Er hat große Teile seines Lebens im Ausland verbracht, wodurch er zu einem Architekten von internationaler Bedeutung wurde. Zu den vorherigen Rezipienten des Preises zählen Matthias Sauerbruch, Louisa Hutton, Undine Giseke und Günter Pfeifer.

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