Please rotate your device.

Bitte drehen sie ihr Gerät

Toranomon Projekt Tokio

Japans vertikale Gartenstadt

Mori Building entwickelt derzeit den Toranomon-Bezirk in Tokio zu einem neuen Geschäfts- und Lifestyleviertel. Dabei werden an beiden Seiten des bestehenden Toranomon Hills Mori Tower ein neues Bürohochhaus mit 36 Geschossen und 185 Meter Höhe sowie ein Wohnhochhaus mit 54 Geschossen und 220 Meter Höhe entstehen. Es ist die gemeinsame Vision von ingenhoven architects und Mori Building, eine „vertikale Gartenstadt“ zu entwickeln. Sie mündet in einen internationalen Knotenpunkt für Business, Anwohner und Besucher gleichermaßen. Die Dachbegrünung der zwei Neubauten reduziert den städtischen Wärmeinseleffekt und macht die Gebäude zugleich auch aus der Vogelperspektive attraktiver. Die Türme respektieren in ihrem Design den höheren Mittelturm, verfügen aber über eine eigene Identität als Knotenpunkte im weiteren grünen Stadtgewebe. Vom mittleren Tower ausgehende, üppig bewachsene Fußgängerbrücken erschließen die beiden Neubauobjekte. Die terrassenförmigen Etagen schaffen eine abgestufte urbane Landschaft. Zugleich entsteht ein Ort für Begegnung und Bewegung – sie tragen die Begrünung des historischen Atago-Schreins bis an das Gebäude heran.

Von besonderer Bedeutung im Konzept beider Hochhäuser ist das gemeinsame architektonische Vokabular der horizontalen Simse. Diese Vorsprünge spenden den vollverglasten Fassaden Schatten und tarieren den Wunsch nach einem Maximum an Tageslicht mit den Energiebilanz-Ansprüchen eines High-Performance-Baukörpers.

Terrassen und Decks bilden öffentliche Räume und Grünflächen für Freizeitaktivitäten oder Entspannung und gehen nahtlos in die horizontalen Vorsprünge der oberen Stockwerke über. Die horizontalen Simse erfüllen so mehrere Funktionen: als Sonnenschutz, Pflanzfläche und Balkone. Die Integration der Grünanlagen auf verschiedenen Etagen schafft zusätzliche Freiflächen, reduziert die Luftverschmutzung und verbessert das Mikroklima. Die Landschaft stimuliert die Sinne mit ihren Farben, Düften und Tönen. Wasserfälle spiegeln natürliches Licht zurück und bereichern die städtische Klanglandschaft um das Geräusch strömenden Wassers.

Das Design der Hochhäuser ist imagebildend für den Stadtteil und erfüllt vielschichtige funktionale Anforderungen. Eine durchgehende Verbindung zwischen den Gebäuden wird durch Decks gewährleistet. Parkanlagen vor den zwei Türmen bieten großzügige Freianlagen. Die abgestufte Terrassenform erlaubt Betrachtern, Ereignisse auf tiefer gelegenen Ebenen zu verfolgen, wodurch eine mehrschichtige Stadtlandschaft komplett mit reicher Vegetation und öffentlichen Bewegungsräumen entsteht. Die Fassadenkonzeption spielt dabei eine wichtige Rolle hinsichtlich der Gesamtenergieeffizienz des Büroturms – das Projekt hat eine CASBEE „S“-Einstufung beantragt. Andere Umwelttechnologien wie Kraft-Wärme-Kopplung, Grauwasserrecycling, Hochleistungsverglasung, Regenwassersammlung, Photovoltaik sowie die hocheffiziente Beleuchtung und mechanische Gebäudeausrüstung tragen ebenfalls entscheidend dazu bei, die Gebäude so umweltverträglich wie möglich zu machen.

  • Standort
  • Tokio, Japan
  • Gebaut
  • Im Bau

    Bauzeit: 2016–2021

    BGF Büro-Hochhaus: 173.000 m²
    BGF Wohn-Hochhaus: 121.000 m²