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Kö-Bogen 2 Düsseldorf

Aufwertung eines bedeutenden Düsseldorfer Stadtraumes

Das Aufsehen erregende Konzept eines neuen Geschäfts- und Bürobaukörpers, mit dem ingenhoven architects 2014 im Rahmen eines internationalen Städtebauwettbewerbs den ersten Platz belegten, lässt ein neues grünes Herz in der nördlichen Düsseldorfer Innenstadt entstehen. Bereits seit 25 Jahren beschäftigt sich Christoph Ingenhoven mit einer Revitalisierung dieses Stadtraumes, welcher noch bis 2013 von einer Hochstraße dominiert wurde. Der Abriss des sogenannten „Tausendfüßlers“ und eine unterirdische Tunnellösung für den Autoverkehr ergaben eine neue Offenheit in der Innenstadt.

Das zweiteilige Ensemble ist zwischen Gustaf-Gründgens-Platz, der Einkaufsmeile Schadowstraße und dem restrukturiertem Jan-Wellem-Platz angesiedelt. Die abgestufte begrünte Fassade des sechsgeschossigen Hauptgebäudes stellt zusammen mit dem begrasten und begehbaren Schrägdach des zweiten, dreiecksförmigen Gebäudes eine einzigartige Attraktion dar. Beide Gebäude interagieren durch ihre verschiedenen Bauhöhen mit dem umliegenden Baubestand. Hier sind vor allem Bernhard Pfaus geschwungenes Schauspielhaus und das elegante Bürohochhaus „Dreischeibenhaus“ von Hentrich, Petschnigg & Partner hervorzuheben.

Zum Schauspielhaus und Hofgarten hin präsentiert das neue Büro- und Geschäftshaus seine über die Gesamthöhe des Gebäudes einschließlich des Schrägdachs vorhandene Bepflanzung mit insgesamt fast acht Kilometer Hainbuchenhecken. Diese gilt als Teil der einheimischen Flora, die auch in den Parkanlagen der Region vielerorts anzutreffen ist, als besonders robust. Die Grünfassaden bieten nicht nur eine natürliche Ästhetik, sondern auch eine räumliche Erfahrung für alle Sinne. Außerdem dient die üppige Vegetation als natürlicher Kältespeicher, spendet saubere und feuchte Luft und reduziert so den innerstädtischen Wärmeeffekt. Sie wird die Fassaden beschatten und als natürlicher Windschutz am Fuß des benachbarten Hochhauses fungieren. Neben diesen positiven mikroklimatischen Effekten macht die lebendige, sich stetig verändernde Fassade die vier Jahreszeiten sicht- und erfahrbar, bringt die Natur zurück in die Stadt und lädt zum Verweilen ein.

Das begraste Schrägdach des zweiten, dreiecksförmigen und sich zum Hofgarten hin bis auf zehn Meter Höhe aufschwingenden Gebäudes leistet eine Fortschreibung des benachbarten Hofgarten-Parks. Mit leichtem Gefälle lädt das grüne Dach als öffentlicher Begegnungsort zum Sonnen, Erholen und Entspannen ein. In und um das Gebäude werden sich Lebensmittelgeschäfte, Restaurant- und Gourmetangebote ansiedeln.

Das ausgeklügelte Bau-Ensemble Kö-Bogen 2 bildet vorerst den Abschluss eines Stadterneuerungsprojektes, um das sich ingenhoven architects durch Studien, städtebauliche Entwürfe sowie mehrere Bauprojekte mehrfach bemühten. Lange lag dieser Stadtraum weitgehend brach. Die neu entstehende talartige Achse verbindet den Jan-Wellem-Platz mit dem Gustaf-Gründgens-Platz. Dreischeibenhaus und Schauspielhaus erhalten so eine architektonische Rahmung und neue Aussichten. Der städtebauliche Übergang zwischen Einkaufsstraßen, Park und den beiden Plätzen wird mit diesem großen aber hochgradig interaktiven Gebäude erfolgreich geleistet. Das gesamte Umfeld wird aufgewertet und eine neue Qualität gewinnen.

  • Standort
  • Düsseldorf, Deutschland
  • Gebaut
  • im Bau

    Internationaler Wettbewerb 2014, 1. Preis

    BGF Geschäftshaus: 41.370 m²
    BGF Tiefgarage: 23.000 m²